Der 5054 m hohe Mkinvartsveri, georgisch für «Eisgipfel», besser bekannt als Kazbek. Für Georgier ist es ein von Sagen und Mythen umgebener Gipfel, für Besucher Georgiens eines der schönsten Berge, die man im Kaukasus sehen kann. Für mich ist ein Berg, der mein Leben verändert hat.
2006 sah ich den Berg zum ersten Mal, und es entwickelte sich schnell ein unbändiger Drang, die steile, ästhetische Südostflanke mit Ski abzufahren. 2008, nach drei Versuchen, gelang es mir, und drei weitere Steilabfahrten an den steilen Flanken des Berges folgten, zuletzt 2013 über die entlegene Nordost-Wand. Dazwischen stand ich mit Ski auf den anderen zwei 5000ern Georgiens, Shkhara (5193 m) und Janga-Tau (5051 m).

Während jeder Georgien-Reise inhalierte ich mehr und mehr der Faszination Georgiens. Am Ende der Reisen zum Mkinvartsveri war Georgien mehr als nur eine Reise- und Bergdestination geworden. Eine tiefe Faszination für das Land, die Leute und die Kultur hatten sich in mir verankert, und ich besuchte das Land unzählige Male. Heute lebe ich das halbe Jahr über in Georgien. Dort lernte ich auch meine Frau kennen – eine Georgierin. Sie ist übrigens auch einmal auf dem Mkinvartsveri gewesen.

Diese Bild entstand im Januar 2019 bei einer Skitour. Zwei Hunde vom Dorf Gergeti musterten mich. Sie waren uns Kälte und Wind trotzend auf 3500 m gefolgt. Dahinter kommt der Mkinvartsveri aus den Wolken, mit der Südost-Flanke linkseitig herunterziehend, von der Sonne belichtet. Die Nordost-Flanke bildet den rechten Umriss der Berges.

Aufgenommen ist das Bild mit einem Voigtländer Heliar 50mm f/3.5 an einer Fuji X-T1.  Das Objektiv nehme ich gerne am Berg mit – es ist sehr leicht, scharf, und hat doch einen eigenen, klassischen Abbildungscharakter. Zugeschnitten habe ich das Bild auf 4:3, um dem Bild mehr Ruhe zu geben. // Peter Schön

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