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Tipps und Tricks

Über den Wolken

Die grenzenlose Freiheit über den Wolken gilt nicht für Kameras. Was dem Betrachter als atemberaubend erscheint, hält sie manchmal nur als blasse Flecken fest. Einerseits liegt das an den Motiven, da die weißen Schleier äußerst konturlos wirken. Andererseits muss die Aufnahmetechnik der Situation gewachsen sein. Doch wenn der Fotograf einige Tricks beachtet, erhält er Aufnahmen, die einen erhebenden Start für jedes Urlaubsalbum sind..

Den Blick durch die Fensterluke ausnutzen
Flugrouten lassen sich inzwischen oft auf Monitoren verfolgen. So können Passagiere planen, wann Berge, Städte oder Inseln als lohnende Motive auftauchen. Mit etwas Weitsicht lassen sie sich groß in Szene setzen.

Ein Wolkenteppich erscheint als fluffige, aber langweilige Masse. Sowohl die Flügelspitze als auch die Küstenlinie geben dem Luftraum die nötige Tiefe.
 
  • Zumindest einer der Flügel oder Rotoren sollte auf dem Bild erscheinen. Sie staffeln den Raum und verleihen ihm so mehr Tiefe.
  • Wolken sind ein undankbares Motiv, da sie im übliche Bildformat 10 mal 15 Zentimeter zu nichtssagenden Flecken schrumpfen. Nur wenn sie sich spektakulär auftürmen, beeindrucken sie auch später noch den Betrachter. Ansonsten erfreuen Gebirge, Küstenlinien oder die Lichtmuster von Großstädten das Auge. Mit etwas Glück bekommt man sogar eine andere Maschine vor die Linse.
  • Nach dem Abheben und vor dem Landen neigen sich Flugzeuge oft, um eine Schleife zu fliegen. Dies ist der perfekte Zeitpunkt, um die Landschaft darunter zu fotografieren. Während des Flugs nämlich erlaubt der eingeschränkte Blickwinkel nur, entfernte Gefilde abzulichten.
Kameras flugtauglich einstellen
Die Motive bei einer Luftaufnahme sind einige Kilometer entfernt. Gleichzeitig bewegt sich der Fotograf mit hunderten von Kilometern pro Stunde darüber hinweg. Diese Tatsache wird leicht vergessen, wenn man aus dem Flugzeugfenster blickt. Doch die Kamera erinnert daran, indem sie bei suboptimalen Einstellungen untaugliche Ergebnisse produziert.
  • Der Blitz ist in dieser Situation nicht nur sinnlos, sondern auch aufgrund von Reflexionen auf dem Glas störend. Er sollte ausgeschaltet werden.
  • Das Objektiv muss möglichst dicht an der Scheibe sein, da auf diese Weise Trübungen und Kratzer außerhalb des Schärfebereichs sind.
  • Mit steigender Entfernung relativiert sich zwar die Geschwindigkeit des Flugzeugs und damit die Bewegungsunschärfe. Dennoch sollte man kurze Belichtungszeiten bevorzugen, etwa ab 1/100 Sekunde oder kürzer. Bei einem hellen Tag dürfte jede Automatik diesen Wert erreichen.
  • Damit auch weiter Entferntes scharf erfasst werden kann, muss die Blendenöffnung möglichst geschlossen sein. Dies erreicht man mit einem hohen Blendenwert, beispielsweise f11. Falls eine schlichte Kompaktkamera ihn nicht von Hand einstellen lässt, kann man auch den Landschaftmodus wählen, falls vorhanden. Bei dieser Programmautomatik wird automatisch versucht, einen möglichst hohen Blendenwert vorzugeben.
  • Der Fotograf sollte manuell scharfstellen, da der Autofokus meist versucht, auf das Fensterglas zu fokussieren. Falls dies nicht geht, kann man versuchten, die Tragflächenspitze oder ein entferntes Objekt wie etwa einen Berggipfel anzuvisieren. Manchmal lässt sich auf diese Weise der Autofokus überlisten.


 

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